Sonntag, 18. Mai 2014

18052014 // S 02 // 36:33

sublime bäume voller stolz tragen sie ihre stirn an den himmel licht fließt wie flüssiges gold bis zu den schattengrenzen auf blätter die ihre muster verdichten fällt auf lichtungen die in der wildesten blüte stehen unbeschwert strotzend vor kraft gräser nesseln wilde minze ein verwitterter baum an anderen stellen sammeln sie für die kommenden winter du trägst den tag wie einen leuchtenden schrein vor dir staunend glücklich hältst du den augenblick wie die nacht in der die berührungen nicht enden alles ist leicht die worte dicht  nur in den beinen spürst du die schwere der schwebenden stunde an den wegrändern drucken sie licht gräser stehen spalier für den kommenden sommer die regenmelder sind umgezogen auf dem rückweg werden die muskeln leichter der atem tiefer hinter den gedanken eine bestimmende anziehung das wissen um dich und die freude wie am ersten tag als die worte in der dunkelheit ankamen


Hermann Josef Schmitz

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