Samstag, 8. März 2014

08032014 // S 01 L // 58:56

am schatteneingang der blick aufs wasser grüngehauchte kiesel und beinahe stillstand aber was heißt das schon ansonsten scheinbar geordnete verhältnisse ein schneeglöckchenbeet ohne fassung maskenzüge angezündete stimmung die wolken auf entzug und sattes weitblau aufgebraust in wellenzüge gepackt zwischen den stämmen schatten angeln ins nichts gesichelte wege und die frage wann kommst du an lichtbänke windhussen und gegenwind im fortgang die oberfläche des wassers handgeschmiedetes gold so einmalig und intensiv und jede kleine bewegung gefasst und fassungslos zugleich an den rändern weiches haar aber immer wieder gegensätze es reicht die veränderung des blickwinkels schlachthöfe einer aufgebrochenen baumherde als müssten sie opfer bringen geschorene stämme aufeinandergereiht auf grasaltären ein winziger stillstand die frage ob es reicht oder was möglich ist kein rückenwind mehr auf der gegenstrecke aber tiefliegendes flankenlicht und erste sterne die sich auf die reise machen mit ihren augen komme ich wieder bei dir an ein lächeln im gepäck und tief im herzen dieses unbedingte glück


Hermann Josef Schmitz

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