Freitag, 3. Oktober 2014

03102014 // S 01 S // 29:24

durch wälder laufen die im grün noch die vergänglichkeit leugnen aber nichts bleibt von den zugvögeln als die hoffnung auf ihre wiederkehr kein dirigent mehr auf den lichter werdenden ästen keine partitur nur windbestrichenes schweigen ein fallen hier ein fallen dort und ab und zu vergangenheit die sich in einem kleinen rucksack hält die meinen rücken beugt wie kommt das gleichgewicht in einen einheitstag wie wirft man einen müden atem ab wie findet sich ein neues wort das anders eine stimmung füllt ich sehne mich nach einem leichten rückweg er überrascht mich dann mit blättern die wie spiegel sind und braunen früchten die auch in einem grauen licht den glanz verbreiten unermütlich und nur sich selbst am ende dann seh ich schon über den kanal die blauen läden hinter den deine augen wandern und als ich angekommen bin stehst du da hältst diesen tag wie ein geländer der einem versprechen gleich geschenk und hoffnung ist


Hermann Josef Schmitz


1 Kommentar:

  1. diese Seite von Ihnen habe ich Heute erst entdeckt. Laufprosa kenne ich nicht . Ist spannend und angenehm durch zu atmen wie man darf und will ohne Punkt und Komma ( wer nur hat das erfunden) alles klein auch das GR0SSE im Fluss unverkrampft
    ich glaube ich liebe es..und nun wird sparsam gelesen hier nach und nach bis ich den Schwung habe und nach dem Stift greife im Selbstversuch ...

    leise sehr dankbar Christin

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