Sonntag, 9. November 2014

09112014 // S 02.1 VO // 56:22

auf den lichtungen verweilen mit dem nimmersatten augenpaar das leuchtende gelb der blätter betört den novembertag der graues leinen trägt ich rieche beim anlaufen die luft der rauh gewordenen wörter sonnenstanzen haben bei den gefallenen blättern ihre spuren hinterlassen ich rieche die gewendete erde der felder dazwischen ein kragen in grün hinter dem lichttor morbide landschaft versehrte träume die an den rändern geblieben sind und unversehrte dickichte die den zutritt verweigern die anstiege wie treppengeläufe meine gedanken im gestern bei den flüchtigen regeln die die tage überstehen müssen meine gedanken im jetzt bei dir in der ferne streifst du im park die hände voller sonnenfrüchte meine gedanken im morgen bei uns wenn sich das glas öffnet wie ein brüchiger schoss und sich das nimmersatte augenpaar beim küssen verschließt


Hermann Josef Schmitz

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