Sonntag, 22. Juni 2014

22062014 // S 01 L // 1:00:44

sommer diese unberührten altäre diese geweiteten blüten kurz vor der vollendung ein ufer aus gras und nichts was gehalten sein muss die luft baut aus dünnem staub steine schichtet sie der atem liegt wie ein schiff auf dem trockenen die flügel zu schnell geschwungen  auf dem rückweg der engere blick hie und da die sehnsucht nach orten an denen ich noch nicht gewesen bin die noch namenlos sind und die schritte auf wegen die dich am ende immer dort ankommen lassen wo du wohnst und  mein herz sich verwurzelt hat die luft baut aus ihrem gestein eine mauer aber es gibt keinen anderen rückweg und der atem schlurft über die vertrockneten wege es sollte regnen ein leiser andauernder sommerregen der dem reifenden grün noch mal eine frische gibt ein begreifen ein begehren ein verlangen so werden die schritte zum schluss wieder leicht die schwarze katze am fenster scheinbar behäbig es muss nur der richtige augenblick kommen dann kannst du sie nicht halten es sollte regnen an diesem zweiten sommertag und die altäre wären unberührter denn je und die blüten etwas zerzaust aber hinter dem ende des kelches würden die kleinen  wunder erneut aufbrechen


Hermann Josef Schmitz

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